Alphaville in Haldensleben (Fortsetzung zum Konzert in Burg)
(geschrieben von FAT)
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Nachdem wir von dem Burg-Konzert so begeistert zurück kamen, wollten wir Alphaville noch einmal live sehen. Wir riefen bei der Stadtinformation Haldensleben an, um alle notwendigen Infos zu bekommen:Ort, Beginn, Preis...
Welch eine Überraschung war es zu hören, dass das Konzert im Rahmen des Stadtfestes stattfindet und man nur 5.oo DM zahlen muss, um am selbigen teilzunehmen. Welch ein Segen für unsere gemarterte Haushaltskasse!!! Es war wieder open-air und laut Information sollten die Alphas um 2o.oo Uhr auftreten. 
Frohen Mutes und mit den "Peace on earth"-T-shirts, die wir in Burg kauften, bekleidet, ging es auf die Reise. Der Weg bis Burg war uns schon bekannt, danach folgten winzige Straßen mit Kopf- Steinpflaster und ohne festen Straßenrand...das ist das Ende der Welt!
Gegen 18.oo Uhr erreichten wir unser Ziel und fanden auch einen Parkplatz. Die Bühne hatte ich schon entdeckt ...ich hörte auch schon bekannte AV-Töne. Erschrocken griff ich Uwes Hand und meinte ängstlich :"die spielen ja schon!". Als es sich als Soundscheck herausstellte, beruhigte ich mich wieder. Wir sahen zu und aßen einen Happen.
Plötzlich sprach uns ein blondes Mädchen an und fragte, wo unsere T-Shirts her seien. Wir schlossen Bekanntschaft (hallo Moni) und erzählten ihr von dem Konzert in Burg. Zusammen suchten und fanden wir den Merchandising-stand, wo Moni sich ebenfalls solch T-Shirt zulegte. Von Moni, die schon länger in Haldensleben war und dort in einer Pension untergekommen war, erfuhren wir, dass AV erst ca. 22.3o Uhr auftreten werden. Zuvor waren Bad Boys Blue angekündigt.
Zu allem Unglück begann es auch noch zu regnen. Uwe holte die Schirme aus dem Auto und kam in Begleitung von Matthias (hallo, wir haben noch Fotos für Dich!) zurück. Auch er hatte ihn aufgrund des T-Shirts angesprochen, denn er war am Boden zerstört. Auch ihm gab man telefonisch Auskunft, dass AV um 2o.oo Uhr auftreten und er musste eigentlich um 23.oo Uhr mit dem Zug zurück nach Bremen. Es sah also so aus, als würde er das Konzert nicht erleben. Moni war so nett und bot ihm an, das Zimmer mit ihm zu teilen - das ist echte Fan-Solidarität!!! Das Konzert war gerettet!
Wir saßen etwas abseits und verquatschten die Zeit des Bad Boys Blue Auftrittes. Es waren ziemlich viele Leute da, mehr als der Platz hergab. Und es wurde viel gesoffen (wir sahen erst viel später die Sauerei von Scherben und verschüttetem Bier). 
Als Alphaville nahten, kämpften wir uns durch die Menge (die uns natürlich nicht durchlassen wollte) bis in die vordere 4./5. Reihe - Dank Monis Karatekünste. Ich hatte wieder meinen Stuhl dabei, um mich draufzustellen, damit ich alles sehe. Dieses Mal brauchte ich ihn wirklich! Das Konzertprogramm war ähnlich wie in Burg, nur besser! Marian hatte besseren Publikumskontakt. Später erfuhren wir, dass sie in Burg technische Probleme hatten, weshalb sie nicht so frei spielen konnten. Uns wäre das aber nie aufgefallen.
Wir tanzten und sangen jeden Song mit. Die Balladen "Feathers" und "Forever Young" erzeugten wieder diese besondere Atmosphäre. Marian kann mit seiner Ausstrahlung soviel vermitteln.
Absoluter Höhepunkt war die Uraufführung seines jüngsten Songs (gerade 2 Tage alt) und wieder solch himmlische Ballade.
Zu Konzertende hatten wir nichts besseres zu tun, als genauestens aufzupassen, wohin die Band verschwindet, denn wir wollten ihnen unbedingt zu diesen tollen Konzerten gratulieren. Und hier war das Glück auf unserer Seite, sie gingen in die Pension, in der auch Moni ihr Zimmer hatte. So war es nicht schwer hineinzukommen!
Unsere Herzen schlugen noch schneller, als Marian uns wieder- erkannte. Es war der schönste Augenblick, als er sagte:" Euch habe ich gesehen im Publikum". Er beantwortete geduldig all unsere Fragen und wir sprachen auch über einen kurzen Zwischenfall. Zwei total Betrunkene rempelten nämlich während des Konzertes in den ersten Reihen alle Leute an (ich fiel auch fast von meinem Stuhl). Geistesgegenwärtig holten 2 Ordner die Störenfriede blitzschnell aus der Menge, bevor es richtigen Ärger hätte geben können. Marian erzählte und, dass er an dieser Stelle das Konzert fast abbrechen wollte. Vielen Dank an die Ordner, dass sie dies verhinderten!
Marian organisierte für uns alle dann noch Merchandisingartikel, bevor die Band geschafft abfuhr.
Wir (überglücklich und ein wenig euphorisch) blieben noch eine Weile beisammen, um die Ereignisse nachwirken zu lassen. Uwe und ich kamen erst in der Morgendämmerung zu Hause an und fielen todmüde, aber zufrieden in unser Bett.
(Quelle ICS 1+2/1996; Fotos von Monika K.)