Alphaville "Miracle Healing ", 22 April 2002, Krefeld "Kultur Fabrik"
Geschrieben von Miriam Fresco, offizieller niederländischer FC “Flame” 
Aus dem Englischen von FAT
Bevor es los geht, möchte ich nachträglich darauf hinweisen, dass unterschiedliche Leute, Dinge auch unterschiedlich erleben. Dieser Bericht ist lediglich mein persönliches Erleben des Konzertes in Krefeld.
Es war ein schöner, warmer Tag, der die 3stündige Fahrt von Holland nach Krefeld zu einer sehr angenehmen Reise werden ließen. Während der Fahrt hörten wir natürlich Alphaville, um uns schon mal in die richtige Stimmung zu bringen. Wir hörten bevorzugt das „Web Side Story “- Projekt (auch bekannt aus Dreamscapes#9) und dann das „Forever Pop“- Album, da wir hofften, dass wir beim Konzert Lieder von beiden Projekten hören würden.
Und manchmal werden Wünsche wahr....
Das Konzert sollte planmäßig um 20:30 Uhr beginnen. Als wir ankamen, war es 19:45 und es stand bereits eine ziemlich lange Schlange am Eingang. Während wir ebenfalls warteten, trafen wir einige andere Fans. Um 20:15 gingen die Türen auf.
Die Security durchsuchte alle Taschen und da Kameras leider nicht erlaubt waren, wurden diese bis nach dem Konzert in Verwahrung genommen. Deswegen besitze ich leider auch kein einziges Foto von der Show. Die Halle war sehr groß, wie die heutigen beliebten Ausgehplätze nun mal sind.
Eine Vorband gab es nicht, deswegen spielte im Hintergrund gute 80er Jahre Musik. Vor der Bühne wurde es bald ziemlich eng, dennoch brachte ich es fertig, einen Platz ganz vorn am Mikrophon zu ergattern, so wie ich es am liebsten habe.
Die Show begann pünktlich und es ging los mit „Elevator“. Ich habe die Reihenfolge der Lieder nicht mitgeschrieben, denn ich wollte ja die Show genießen. Soweit ich mich später noch erinnern konnte, habe ich die Titelliste dann aufgeschrieben. Du findest diese Liste gleich im Anschluss an diesen kleinen Bericht.
Mir hat die neue Tour sehr gefallen. Es ist anders als sonst. Zuallererst mal ist das Bühnen- bild anders. Anstelle der drei Leinwandkreise, die es bei früheren Touren gab, hängen jetzt an verschiedenen Stellen der Bühne einige lange Streifen von der Decke bis zum Boden. Manche sind im Hintergrund andere weiter vorn. Auf diese Streifen werden visuelle Effekte und manchmal auch besonders zutreffende Bilder (zum Beispiel bei „Carry on your Flag“) projiziert. Das unterstreicht die Show sehr kraftvoll.
Die Lichteffekte sind abwechslungsreicher als früher. Das Schlagzeug ist ursprünglicher und steht auf der linken Seite. Drummer Pierson Grange spielt großartig!
Gitarrist Christian Marsac hat seinen Platz in der Mitte. Aber er bewegt sich während der Show auch auf der Bühne hin und her. Er hat wunderbare Solo zu spielen und er kommuni- ziert sehr schön mit dem Publikum. Beide tragen ganz besonders zum Gelingen der Show bei. Sie sind bei dieser Tour präsenter als bei den vorangegangenen. 
Martin Listers Bedeutung ist uns allen ja schon hinlänglich bekannt.
Es ist immer eine Freude Marians Performance zuzuschauen, ich meine seine Art, wie er die Songs ausdrückt. Marians Stimme war und ist perfekt wie immer, wenn nicht noch besser!!! Ihr wisst ja schon, dass Alphaville jetzt eine andere Konzertagentur haben und dass es keine Aftershow- Partys gibt. Diese Veränderung hat zwei Seiten. Für die Fans waren diese Partys immer eine Art Privileg und auch ganz besondere Zusammentreffen mit den Musikern. Darauf müssen wir nun leider verzichten.
Aber ich habe auch Verständnis dafür, dass es aus Sicht der Band und auch ganz besonders wegen Marians Stimme nicht immer solche Partys geben kann. Daher denke ich auch, dass man es an Marians Stimme wirklich auch hören konnte, dass sie in Bestform ist. Der Verzicht auf Partys hat also wirkliche einen guten Grund.
Das Publikum war gemischten Alters. Auch wenn nicht jeder die neuen Lieder vom „Web Side Story“- Projekt kannte, waren die Leute dennoch enthusiastisch, klatschten, tanzten, pfiffen und schrieen nach mehr. Verglichen mit der „Dreamscapes“- Tour finde ich die jetzige Tour vielleicht etwas weniger energisch, jedoch nicht weniger gut! Ich glaube, es hat mit der Titelauswahl zu tun. Früher wurden überwiegend schnelle, tanzbare Songs gespielte. Einige davon sind ja immer noch im Programm. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den neuen Songs, die einfach ein wenig anders sind. Aber sie sind toll für Livekonzerte geeignet, beson- ders jetzt wo sie noch ausgearbeiteter sind. Die Soundqualität war auch sehr, sehr gut und das Konzert ging beinahe 2 Stunden! Claudia kümmerte sich zusammen mit einem Jungen und einem Mädchen um das Merchandising und es gab sehr hübsche neue Tour- T-shirts.
Wir haben diese neue Tour jedenfalls sehr genossen und schicken ein DICKES Dankeschön an Alphaville.
xxxx
Titelliste
Neu arrangierte Versionen:
Big in Japan - "Stark Naked" Album Version
Jerusalem - "Forever Pop" Album Version, toll! 
Carry On Your Flag – sehr besonders und kraftvoll!
 xxxxxxxxxxxxxxxxx Beachte die Bilder der Superhelden, die dazu gezeigt werden.
Victory of Love – vollkommen neu arrangiert, sehr energiegelanden und tanzbar
xxx
unbekannte Lieder: 
Girl From Pachacamac
xxx
WebSideStories"/"Dreamscapes #9" Lieder
Those Wonderful Things
Upside Down
Shadows She Said
First Monday
Miracle Healing
xxx
Dreamscapes Tour Versions:
Elevator (Eröffnungssong)
Sounds Like A Melody
Guardian Angel
Wishful Thinking
Monkey In The Moon
Forever Young
Dance With Me unplugged (Finale)