" See  Alphaville  live " in Burg, 02.09.1995
(geschrieben von FAT)
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Elf Jahre ist es her, dass Alphaville mit "Big in Japan" einen Nr.1-Hit hatten. Seitdem kam Tag für Tag die Frage: wann können wir Euch live sehen? Nun, der Traum ist in Erfüllung gegangen ,"see Alphaville live" z.B. in Burg am 02.09.95 ! Die Karten hatten Uwe und ich schon seit Anfang Juli in der Tasche. Die Anreise verlief problemlos, 2 1/2 Stunden Autofahrt, was ist das schon.
Am Ortseingang von Burg sagt Uwe zu mir :" nun schau mal, ob Du was siehst, wo der Goethepark sein könnte". Doch an der ersten größeren Kreuzung hängt zu unserer Überraschung ein Richtungspfeil mit Aufschrift "Alphaville". "Da lang, da lang !" rufe ich aufgeregt dann muss icezündet. Gespannt lauschen alle dem wundervoll sensibel interpretierten Song, welcher eine zerbrechlich wirkende Atmosphäre schafft. Mir kommt es vor, als herrscht Totenstille außer Marians Stimme. Marian selbst scheint zu Tränen gerührt. Er schafft es perfekt eine Aura zu dem Lied aufzubauen, für mich einer der schönsten Momente des Abends. In dieser hätte ich gern noch verweilt, doch der wohl verdiente Beifall zerreißt dieses im Raum schwebende Feeling. "Lassie come home" folgt- wir sind freudig überrascht diesen wundervollen Song zu hören. Wir hatten nicht erwartet, dass es möglich ist, diesen Song live zu realisieren. Während "Faith" stellt Marian die Musiker vor. Es scheint eine lustige Truppe zu sein, sie necken sich gegenseitig. Die Gitarristen wirbeln tanzend über die Bühne. Eine kleine Überraschung ist die Reggae-Gitarrenversion von "Sounds like a melody". Uwe nannte es als sein Lieblingsstück des Abends. "Peace on earth" lässt mich unweigerlich wieder zurück an Berlin 1991 denken. Das Lied und die Message haben nichts an Power verloren. Nach "And I wonder"  hören wir wieder ein neues Stück. Marian kündigt es an, es sei das Lied mit dem schwierigsten Text. Dieser ist lang und rasant schnell. Abwechselnd singen Marian und der Keyboarder. Wir tippen dieser fast punkige oder auch an Sigue Sigue Sputnik erinnernde Song gäbe eine gute Single ab. "Forever Young" als krönender Abschluss zieht alle in seinen Bann...ein großer Chor singt mit. Aber so schnell kommen Alphaville nicht weg, auch wenn sie ganz flink die Bühne verlassen. Eine Zugabe muss sein!  Es folgen also noch "Ivory tower", natürlich "Big in Japan" und "Apollo".
Obwohl das Publikum noch beharrlich mehr Zugaben fordert...irgendwann muss leider Schluss sein.
PS.: Übrigens, sollte einer der Hinweis-Alphaville-Pfeile fehlen, könnte sein, wir haben aus Versehen einen mitgenommen.
(Quelle ICS 1+2/1996)