Fanclubtreffen in Turin (Italien) 
oder... to pootch, potch, pootchen
Alessandra Bertaggias Telefon klingelt: „Hallo! Ich bin es...Ilwa...wir haben uns in Settimo verirrt!“. Das sind die ersten Worte von Uwe und Ilwa, nachdem wir 1300 km problemlos von Walsleben (Deutschland) nach Turin gefahren waren. Und nun können wir letztendlich nicht die richtige Straße ausfindig machen. Alessandra denkt, was für ein merkwür- diger Beginn für unser erstes internationales Alphaville-Fanclub-Treffen in Italien. Aber nicht alles endet, wie es begonnen hat..
Sie denkt weiter: „ Welch ein Glück, sie sind nicht so weit weg von unserem Haus“.
Bertaggia nimmt ihre Tasche, „Mam, bereite die Pasta vor! Wir kommen gleich!“ Sie macht sich auf den Weg, die zwei Anführer des „faithful and true“ Fanclubs aus Walsleben zu retten. (In der Zwischenzeit sitzt Alessandra Montrucchio zu Hause über ihrer Arbeit und wartet ungeduldig auf Neuigkeiten...)
Es ist  leicht uns zu finden, denn aufgrund unseres Aufklebers auf der Heckscheibe des Autos, sind wir kaum zu verfehlen. Wir umarmen und küssen uns, wie es sich für eine Begrüßung gehört, wenn man sich zwei Jahre nicht gesehen hat. Dann erreichten wir Alessandras Haus und haben ein exzellentes Mittagessen (natürlich eins nach italienischer Art). Unmittelbar danach fahren wir zu Alessandra Montrucchio (ca. 15km entfernt, denn Turin ist eine große Stadt) und somit ist unser Treffen komplett.
Es folgen Tage (eigentlich viel zu wenige) vollgepackt mit Dingen, die zu erledigen sind: die wundervollen Sehens- würdigkeiten von Turin zu besichtigen( die natürlich jeder Tourist gesehen haben muß), das alltägliche italienische Leben kennenzulernen, ihre Eßgewohnheiten  und ihre Mentalität und natürlich nicht zu vergessen, Erfahrungen und Emotionen über Alphaville und unsere  Fanclubarbeit auszutauschen. Nicht leicht, das alles in der kurzen Zeit zu schaffen!
Und es ist auch nicht einfach, wegen Montrucchio`s Hund Camilla: sie ist niedlich aber ein wenig verrückt, und weil Montrucchio sie immer mitnehmen muß, sind einige Ausflüge etwas schwierig, aber irgendwie lassen  sich unsere 
vier Helden nicht einschüchtern  und sind in der Lage einige sehr delikate Sachen zu essen, wie Kuchen, den man nach italienischer Tradition zuerst in Milch oder Weißwein zu stippen hat. Und das gibt diesem Artikel auch den wundervollen Titel: im Italienischen bedeutet das Verb `pucciare`, den Kuchen vor dem Essen in etwas Flüssigkeit einzutauschen. Da wir ja hauptsächlich Englisch reden, kreieren wir eine englische Version dieses Verbs (und na- türlich konnte es sich nicht um ein regelmäßiges Verb handeln...), so entsteht : to pootch, potch, pootchen!!
Und es ist eigenartig: die ersten Tage spricht jeder noch ein wenig in der eigenen Sprache, aber mit den Tagen wird unser Englisch besser und besser. Montrucchio sagt, es wäre das Beste, wenn sie nach dem Treffen Bertaggia für einige Wochen nicht sieht, weil sie befürchtet nur in Englisch mit ihr zu reden. Ilwa schien die deutsche Sprache 
völlig zu verdrängen, denn als sie versucht einige Postkarten nach Hause zu schicken, hat sie arge Probleme damit. Uwe sagt: „Wenn sie nicht aufhört Englisch zu reden, wenn wir zurück sind, pack ich sie in ein Paket und schicke 
sie zurück nach Italien“!
Während unseren Ferien beschließen Bertaggia und Montrucchio, das Fanclubbüro zu schließen und erst im Sep- tember wieder zu öffnen, kurz bevor die Fanzine ihres Clubs erscheint. Nein, ihr Büro ist auch nicht ganz normal. Sie haben ihm einen Spitznamen verpaßt, so daß jedermann es sofort erkennt und niemals wieder vergessen kann. Sie nannten es `Bertucchio-office`. Das ist eine Zusammensetzung aus den Namen Bertaggia und Montrucchio. Und weil uns das echt gut gefällt und auch so witzig ist, beschließen unsere Freunde auch einen Spitznamen für unser Office 
zu erfinden. Aber es ist gar nicht einfach. Die erste Idee eine Zusammensetzung aus Drößler und Ilwas Geburtsnamen Laudan zu bilden, mißlingt. Das klingt scheußlich und ist überhaupt nicht lustig...bis irgendwann jemand auf die Idee kommt aus Faithfull and True F.A.T. zu machen, was wiederum sehr witzig ist.
Unser F.A.T.Office ist ebenso wie das Bertucchio Office meistens am späten Abend geöffnet oder am Wochenende, worin sich dann beide kaum vom Moon Office unterscheiden dürften.
Obwohl wir alle im Urlaub sind richten wir die Möglichkeit ein, das Bertucchio Office für ein paar Stunden zu öffnen , 
nur um diesen Artikel hier zu entwerfen. Und wir sind ein großartiges Team!!!
Vielleicht liegt unsere unerschöpfliche Kreativität  ja daran, daß wir kein Geld für unsere Arbeit bekommen.
Aber so langsam gehen die Stunden vorbei, und wir schließen das Büro wieder, um nur an unsere Ferien zu denken!
Aber natürlich sind unsere vier Helden jederzeit Alphaville-fans, so daß sie gar nicht auskommen, ohne über die Band zu sprechen, auch während der Ferien. Am wichtigsten ist, daß wir beschließen, daß das Bertucchio Office und das F.A.T. Office so eng wie nur möglich zusammenarbeiten wollen. So können wir alle Neuigkeiten und Informationen austauschen und hoffentlich ermöglicht dies dann auch viele weitere Fan-&-Club-Treffen.
Aber jetzt ist es Zeit diesen Artikel zu beenden, denn schließlich  haben wir vier unsere letzten Tage der Ferien zu genießen: Montrucchio muß Auto fahren und auf Camilla aufpassen,  Bertaggia muß reden ( und Montrucchio natürlich auch), Ilwa will noch Souvenirs kaufen und Uwe will alles fotografieren...
LOVE  FÜR EUCH ALLE, GENIEßT EUER LEBEN UND POOTCH!!!
(Quelle: ICS II/1996)