Die Tribute Album Release Party in Hamburg
(09. Dezember 2000)
(geschrieben von Andrè K., Ilwa und Rosie - - -  Fotos von FAT und Janine)
Schon seit Wochen freuten wir uns auf die Party in Hamburg. Heute am 09.12.2000 sollte es endlich soweit sein. Meine Freundin und ich machten uns schon morgens um 08:00 Uhr auf den weg nach Hamburg. Hatten wir ja ungefähr 3 Stunden Autofahrt vor uns. Als wir dann doch schon um 11:00 Uhr in Hamburg ankamen hatten wir noch etwas Zeit, denn unser Hotelzimmer war erst für 12:00 Uhr reserviert. Wir nutzten die Zeit um schon einmal auszukundschaften wie wir am besten zum besagten Party-Hotel kommen würden. Letztendlich entschieden wir uns für ein Taxi weil es sonst zu kompliziert werden würde (zig mal umsteigen usw....)
Mittlerweile hatten wir unser Hotelzimmer bezogen und uns einwenig frischgemacht. Wir mussten uns sputen da wir unser Taxi bereits bestellt hatten. Wir wollten ja bloß nicht zu spät kommen. Im Taxi gab es allerdings das erste Problem: Der Taxifahrer hatte keine Ah-nung wo sich das besagte „Aqua-Sport Hotel“ befindet. Nachdem dieser sich von Straße zu Straße durchgefragt hatte kamen wir dennoch pünktlich an. 
Nach einer freundlichen Begrüßung von Stefan, dem Hotelmanager, wurden wir in den Raum geleitet wo es zunächst Kaffee und Ge-bäck geben sollte. Einige Fans waren schon da und der Raum füllte sich ständig. 
Das Ganze Hotel war mit Postern, die eigens für diese Party angefertigt wurden und die Künstler des Projektes näher vorstellten, geschmückt. 
Anfangs herrschte eine recht angespannte Stimmung die aber von Minute zu Minute lockerer wurde, da man sich untereinander vorstellte. Nachdem Stefan zusammen mit Joachim (vom Skandinavischen Fan-Club) einige Begrüßungsworte sprachen sowie den Programmablauf des heutigen Tages, sollte es bald losgehen. 
Für einige der deutschen Fans war es sicherlich problematisch, dass nahezu alles in englisch gesagt wurde. Teilweise versuchten wir zu dolmetschen, was aber in der Masse dann doch unterging. Irgendwie war es sehr faszinierend, dass die Fans, die aus dem Ausland für diese Party anreisten, so dominierend waren. Aber man muss sich das mal vor Augen halten, es waren... Fans aus 9 Ländern dabei. Den weitesten Weg hatte Michael, der aus den USA kam, gefolgt von Adi und Ronen aus Israel. Weiter Fans aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden und Italien waren ins Aqua Sport Hotel gekommen.
Zuerst sollte es nun zur Forever Young Statue gehen. Und so begaben sich alle Partyteilnehmer im Gänsemarsch zu nächsten S-Bahn Station.  Ein absolut wahnsinniger Gedanke: Eine S-Bahn voller Alphaville Fans. 
Es ist noch gar nicht so lange her, da las ich in der mailingliste oder im fanzine über die FY-Statue... Eine Statue??? Das KANN nicht sein! Wenn schon, dann ein Wandrelief...
Jawohl! DAS kann ich mir gut vorstellen, wenn ich mir das cover nochmal genau ansehe... Es ist ein Relief, KEINE Statue! BESTIMMT!
Die Statue steht irgendwo in Hamburg ... vor einem Mietshaus ... in einem Arbeiterviertel... und nun war ich also auf dem Weg  vom AquaSport-Hotel zu eben diesem "Young Boy". In mir war immer noch das Bild eines RELIEFS... WIESO reden alle von einer Statue??? Ich hatte auch noch vergessen, den Fotoapparat mitzunehmen... aber ... das war nur EIN Punkt des  altbekannten "Erstens ... kommt es anders ... Zweitens ... als man denkt..." Stefan Clotz hatte uns geraten, uns für die eine Station, die wir mit der U-Bahn fahren würden, in Gruppen (a´ 5 Personen) zusammen zu tun und eine „Familienkarte“ zu lösen, weil´s einfach billiger käme, als Einzelfahrscheine zu lösen...
Bei der U-Bahn-Station angekommen...„Wer bildet mit mir eine Familie?“ ... waren gleich ein paar Leute zur Stelle. Ich löste also ein Familienticket und ... war von da an (mit Luna-Claudi) allein... Keine Ahnung, wer meine „Kinder“ waren – jedenfalls schienen sie es gewohnt zu sein, dass „Mama“ bezahlt... und so kam ich in den Genuß, für ungefähr 14,- DM eine einzige Station (immerhin hin- und retour!) zu fahren. Meine „Kinder“ hätte ich wohl nur wieder erkannt, wenn ein Kontrolleur gekommen wäre und ... ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl „wiederbelebt“ hätte...
Eine Station mit der U-Bahn... und dann... noch ein paar100 Meter zu Fuß...
Das Tempo, das die „Anführer“ der „Prozession“ an den Tag legten, ließ befürchten, dass die Statue, die nun seit MINDESTENS 1984 regungslos irgendwo in Hamburg stand, gerade heute, gerade zu dieser Stunde... abhanden kommen könnte. Wir gingen (rannten!) also von der U-Bahn-Station zu dem „heiligen“ Ort... Hätten wir bei unserer „Prozession“ nur Kerzen mit gehabt! Oder (Breathtaking Blue!!!!)-Laternen! Sonne über Hamburg!!!! Oder Transparente! „We are Family!“ ... „Alphaville forever“... Auf dem Weg machten wir uns Gedanken, wie dieser “Pilgerzug” wohl auf die Anwohner wirken könnte... Tobi sagte was von “5000 Leute vor dem Haus...” TOBI!!!! Übertreib nicht so maßlos!... (wishful thinking?) ...
Wir waren jedenfalls genug Leute, um aufzufallen. Ja... das auf jeden Fall!
Wir waren da...
Es IST eine Statue, KEIN Relief... Ok-ok ich geb´s zu... hab mich getäuscht...
Die Statue ist ziemlich klein, grün... und... nackt! Eigentlich ist ja nur das Gesicht interessant für Alphaville-Fans, aber... ICH WETTE!... alle haben erstmal nur DAHIN geguckt.... Der Arme... splitternackt... und das im Dezember!... sooooo kalt...Meine Gedanken zu der Statue: Ich kenn dich nicht.... tut mir leid!
Mit dem markanten Gesicht auf dem FY-cover, hast Du – kleiner, grüner Wicht! – gar nichts gemein. Sorry!... Ist ja nicht bös´ gemeint! Irgendwo in Hamburg... oder Berlin... oder Münster... oder Enger... oder Herford ... oder ... Jedenfalls irgendwo in Deutschland oder... irgendwo auf dieser buckligen Welt....Irgendwo gibt’s ein Relief... an einer Hauswand... ganz unscheinbar...
Und ich werd´s... irgendwann... entdecken. BESTIMMT!
 (Ehrlichgesagt habe ich sie mir größer vorgestellt) Nach ausreichendem Fotoshooting ging es dann wieder zurück ins Party-Hotel, wo es mit einem Dinner weitergehen sollte. 
Während die Mehrheit der Anwesenden diesen Ausflug zur legendären Statue machten, blieben Uwe und ich im Hotel, denn wir hatten noch zu arbeiten. Wir hatten den Koffer voll Tribute Albums, denen noch das Booklet fehlte. Diese brachten erst die Italiener mit und wir mussten noch die CDs komplettieren, nachdem die Booklets ihre Nummer (ganz nach dem Vorbild der großen Dreamscapes Box) erhalten hatten. Es war aber auch eine tolle Gelegenheit mal in Ruhe mit dem einen oder anderen zu plaudern. Außerdem konnten wir die gerade eintreffenden Fans begrüßen.
Vor, während und nach dem Dinner kam so langsam Partystimmung auf. Im Hintergrund lief natürlich nur Musik von der Tribute CD. Die Stimmung wurde immer lockerer. Smalltalk und Austausch von Merchandise- Produkten waren angesagt. 
Ziemlich witzig war, dass jemand vom Skandinavischen FC doch tatsächlich originale Sticker von 1984 aufgetrieben hatte. Mit der dazugehörigen Portion Nostalgie gingen diese weg wie warme Semmeln.
Doch der eigentliche Höhepunkt sollte noch kommen: Die Live-Show. 
Es wurden ein paar Songs gespielt und dann war wieder eine Pause für weitere Smalltalks. Diese Art des Programms war sehr clever, weil die Konversa-tion unter den Fans nie abriss. Das war viel schöner, als wenn alle nur  tanzend vor der Bühne gestanden und zugeschaut hätten. Das ganze gab der Party eine sehr persönliche Atmosphäre.
Nach dem Auftritt von Manuel 
Richter gab die Deutsche Gruppe Slender Flame ihr bestes und brachte den Saal mit ihrer Coverversion „Seeds“ fast zum Kochen. Bei einem Gitarrensolo von  Nemo-Project (Italien) lief es mir eiskalt den Rücken herunter. – Einfach nur Schön – Bevor ein weiteres italienisches Projekt (AA Projekt) auf die Bühne kam, gab es Geschenke. Uwe und ich hatten im Namen aller Fanclubleiter Pokale mit persönlicher Wid- dmung für die Leute vor-bereitet, die viele Monate lang Arbeit und Mühe in das Gelingen des Tribute Albums gesteckt hatten. Bruno Foech-terlein vom französischen FC überreichte seinem Landsmann Yves Cannic für das wunder-bare Design des Booklets einen, gefolgt von Alessandra Bertaggia, die den Pokal für ihren Landsmann Lorenzo Betelli, der die Songs gemastert hatte und den Druck der Booklets organisierte, symbolisch überreichte, da Lorenzo nicht nach Hamburg gekommen war. Ich selber überreichte Stefan Clotz den Pokal, weil er uns an diesem Abend so gelungen betreute und die Party wirklich wunderbar vorbereitet hatte und Willy Nielsen gab last but not least Joachim Hollander, dem Co- ordinator des Ganzen seinen Pokal.
Alle Musiker die auftraten waren auf ihrem Gebiet einfach Spitze. Musikalischer Höhepunkt war allerings ohne Zweifel die Schweische Gruppe Artwork. Die Live-performance dieser   Gruppe war nicht zu toppen. Dies bemerkte wohl auch Bernard Lloyd,  welcher natürlich Party-Ehrengast war. Ich fand es übrigens ziemlich irre
Bernard Lloyd  einmal so aus der Nähe zu sehen und erleben. Er gab den ganzen Abend Autogram-me und ließ sich mit seinen Fans Fotografieren. Er wirkte nie genervt, wie man dies bei anderen Stars oft sieht. Später am Abend gab es noch einen kleinen Wettbe-werb. Es waren 10 Alphaville Songs zu erraten, wel-che für 40 Sekunden lang rückwärts abge-spielt wurden. Das war ziemlich lustig und aber auch schwierig. Einer der Gewinner war Tobias Prohl, der seinen Preis allerdings abgab und unter den anderen Gewinnen auslosen lies. Danach hieß es wieder Smalltalk, Musik, Drinks und Fun bis in die frühen Morgenstunden Diese Party war ein eindrucksvolles Erlebnis und wir werden sie so schnell nicht vergessen.
Für uns gab es noch einen weiteren Höhepunkt. Zum ersten Mal trafen die Fanclubleiter von 6 Fanclubs zusammen und wir nutzten dies zu einer kleinen Besprechung. Es war etwas ganz besonderes, weil wir uns sonst immer nur im Chat im Internet treffen konnten. Irgendwie haben wir
 seitdem auch das Gefühl, als würden wir etwas enger zusammengehören.
(Quelle: ICS Januar-April 2001)

Willkommensgruss am Hoteleingang

ein Einblick auf die Dekoration an den Wänden

Essen, Bier und Smalltalk

Andy E aus Schweden

Nemo- Project aus Italien

Bruno, Ilwa, Willy und Alessandra B. haben Geschenke für die Organisatoren besorgt. 
Die Organisatoren waren:
Stefan Clotz (Hotel), 
Yves Cannic (Booklet), 
Lorenzo Betelli (Mixe und Bookletdruck) und 
Joachim Hollander (Ko ordinator)

Streetside Romeos aus Frankreich

AA- Project (Italien)

Artwork (Skandinawien)

beim Quiz

die tanzende Menge

alle anwesenden Fanclubleiter und Claudia vom Moonbase